Blutpflaume Die Zierpflaume ist ein eleganter Baum der rosa blüht
Robust, pflegeleicht und ausgesprochen dekorativ ist die Blutpflaume, die auch als Zierpflaume bezeichnet wird. Sie ist eine rotlaubige Form der Kirschpflaume (Prunus cerasifera) und gehört zur Familie der Rosengewächse. Besonders auffällig sind ihre dunkelroten bis purpurfarbenen Blätter, die einen schönen Kontrast zu den hellen Blüten bilden.

Bereits im zeitigen Frühjahr entwickelt die Blutpflaume zahlreiche kleine Blüten. Je nach Witterung erscheinen sie etwa zwischen März und April und leuchten in einem zarten Rosa bis Weiß. Im Sommer entwickeln sich daraus kleine, pflaumenartige Früchte, die im Spätsommer und Herbst ausreifen können. Im Herbst verliert der sommergrüne Baum schließlich sein Laub.
Besonders bekannt ist die Sorte Prunus cerasifera ‚Nigra‘, die wegen ihres dunkelroten Laubes häufig als Ziergehölz in Gärten, Parks und entlang von Straßen gepflanzt wird. Neben größeren Blutpflaumen gibt es kompakter wachsende Sorten, die sich auch für kleinere Gärten eignen.
Blutpflaume erkennen – Blätter und Wuchs
Ein besonders auffälliges Merkmal der Blutpflaume sind ihre dunkelroten bis schwarzroten Blätter. Sie sind eiförmig bis elliptisch, besitzen einen fein gesägten Blattrand und laufen am Ende spitz zu. Der intensive Farbton bleibt während eines großen Teils der Vegetationsperiode erhalten und macht die Blutpflaume zu einem beliebten Zierbaum.
Je nach Sorte und Standort kann die Blutpflaume als großer Strauch oder kleiner Baum wachsen. Viele Sorten erreichen im Laufe der Jahre mehrere Meter Höhe und entwickeln eine dicht verzweigte, rundliche bis breit ausladende Krone. Kompakte beziehungsweise als Zwergformen angebotene Blutpflaumen bleiben deutlich kleiner.

Blüte der Blutpflaume

Zu den Höhepunkten im Gartenjahr gehört die Blüte der Blutpflaume. Die kleinen, fünfzähligen Blüten erscheinen bereits früh im Jahr und häufig noch vor oder gleichzeitig mit dem Austrieb der Blätter. Ihre hellrosa bis weißen Blütenblätter bilden einen auffälligen Kontrast zum später erscheinenden dunkelroten Laub.
Die frühe Blüte macht den Baum nicht nur optisch interessant. Die Blüten werden auch von verschiedenen Insekten besucht und können damit bereits früh im Jahr eine Nahrungsquelle darstellen.
Pflanztipps für deine Blutpflaume
Damit sich die Blutpflaume optimal entwickeln kann, solltest du einen sonnigen bis halbschattigen Standort wählen. An sonnigen Plätzen kommt die intensive Färbung der Blätter besonders gut zur Geltung.
Der Boden sollte locker, nährstoffreich und gut durchlässig sein. Die Blutpflaume kommt mit unterschiedlichen Gartenböden zurecht, bevorzugt jedoch frische bis mäßig feuchte Standorte. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden, da dauerhaft nasse Böden die Wurzeln schädigen können.
Junge Pflanzen benötigen nach dem Einpflanzen eine ausreichende Wasserversorgung. Ist die Blutpflaume erst einmal gut angewachsen, zeigt sie sich vergleichsweise robust und pflegeleicht. Kleinere Sorten können auch in einem ausreichend großen Kübel kultiviert werden. Hier ist eine gute Drainage besonders wichtig.
Früchte der Blutpflaume

Nach erfolgreicher Bestäubung können sich aus den Blüten kleine, rundliche Früchte der Blutpflaume entwickeln. Je nach Sorte färben sie sich während der Reife gelblich, rötlich bis dunkelrot und erinnern an kleine Pflaumen oder Mirabellen.
Die Früchte sind grundsätzlich essbar. Ihr Geschmack kann allerdings je nach Sorte und Reifegrad deutlich variieren und von süßlich bis säuerlich reichen. Sie können direkt vom Baum gegessen oder beispielsweise zu Marmelade, Gelee oder Kompott verarbeitet werden.
Nicht jede Blutpflaume trägt jedoch jedes Jahr gleich viele Früchte. Blüte, Witterung, Standort und Bestäubung beeinflussen den Fruchtansatz.
Blutpflaume schneiden
Ein regelmäßiger starker Rückschnitt ist bei der Blutpflaume normalerweise nicht erforderlich. Dennoch kann es sinnvoll sein, abgestorbene, beschädigte oder ungünstig wachsende Äste zu entfernen. Auch eine zu dicht gewordene Krone lässt sich vorsichtig auslichten.
Verwende dafür stets sauberes und scharfes Schnittwerkzeug, damit möglichst glatte Schnittflächen entstehen. Starke Eingriffe sollten vermieden werden, da Blutpflaumen wie andere Vertreter der Gattung Prunus empfindlich auf größere Schnittverletzungen reagieren können.
Blutpflaume im Garten
Durch die Kombination aus früher Blüte, dunkelrotem Laub und dekorativen Früchten ist die Blutpflaume während eines großen Teils des Jahres ein Blickfang. Sie eignet sich als Solitärbaum, kann aber auch mit anderen Gehölzen und Stauden kombiniert werden.
Besonders wirkungsvoll ist der Kontrast zwischen dem dunklen Laub der Blutpflaume und Pflanzen mit hellgrünen oder gelblichen Blättern. Aufgrund ihrer vergleichsweise überschaubaren Größe eignet sie sich zudem für viele kleinere Gärten.

Blutpflaume und Kirschpflaume – was ist der Unterschied?
Die Blutpflaume ist keine eigenständige Pflanzenart, sondern eine rotlaubige Form beziehungsweise Sorte der Kirschpflaume (Prunus cerasifera). Die gewöhnliche Kirschpflaume besitzt überwiegend grüne Blätter, während Blutpflaumen durch ihr rotes bis dunkelpurpurfarbenes Laub auffallen.
Beide gehören zur Gattung Prunus und sind damit unter anderem mit Pflaumen, Kirschen, Mirabellen, Aprikosen und Schlehen verwandt. Gerade die Kombination aus auffälligem Blattwerk und attraktiver Blüte hat dazu geführt, dass die Blutpflaume heute vor allem als Ziergehölz geschätzt wird.
Wissenswertes zur Blutpflaume
Die Blutpflaume ist ein gutes Beispiel dafür, dass ein Zierbaum gleichzeitig Blüten, auffällige Blätter und essbare Früchte bieten kann. Besonders die dunkelrote Blattfarbe macht sie leicht von vielen anderen heimischen und kultivierten Gehölzen unterscheidbar.
Wer eine Blutpflaume bestimmen möchte, sollte deshalb auf mehrere Merkmale achten: das dunkelrote bis purpurfarbene Laub, die hellen fünfzähligen Blüten im Frühjahr sowie die kleinen pflaumenartigen Früchte im Sommer und Herbst. Zusammen machen diese Eigenschaften die Blutpflaume zu einem unverwechselbaren und attraktiven Baum für Garten und Landschaft.






