Lila Krokusse gehören zu den schönsten und bekanntesten Frühlingsboten im Garten. Ihre violetten bis purpurfarbenen Blüten erscheinen je nach Art, Sorte und Witterung bereits zum Ende des Winters. In Beeten, auf Rasenflächen oder unter Gehölzen sorgen die kleinen Pflanzen für kräftige Farbtupfer, während viele andere Gartenpflanzen noch in der Winterruhe stecken.
Krokusse gehören zur Gattung Crocus und zur Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae). Neben weißen, gelben und rosafarbenen Varianten sind besonders lila und violette Krokusse weit verbreitet. Sie sind pflegeleicht, winterhart und können sich an geeigneten Standorten über viele Jahre vermehren.
Wann blühen lila Krokusse?
Die Blütezeit der meisten Frühlingskrokusse liegt zwischen Februar und April. Besonders frühe Arten können bei milder Witterung bereits im Februar ihre Blüten öffnen. Andere Sorten folgen im März oder April.
Charakteristisch sind die kelchförmigen Blüten, die sich bei Sonnenschein weit öffnen. Bei schlechtem Wetter und in der Nacht schließen sie sich wieder. Die leuchtend gelben bis orangefarbenen Staubgefäße bilden einen auffälligen Kontrast zu den lila oder violetten Blütenblättern.
Neben den bekannten Frühlingskrokussen gibt es auch Arten, die erst im Herbst blühen.
Standort für lila Krokusse

Lila Krokusse bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Ideal sind Flächen, die besonders im Frühjahr viel Sonnenlicht erhalten. Deshalb fühlen sich Krokusse auch unter sommergrünen Bäumen und Sträuchern wohl. Wenn die Krokusse blühen, tragen die Gehölze meist noch kein dichtes Laub.
Der Boden sollte locker und gut durchlässig sein. Staunässe vertragen die Knollen schlecht, da sie unter dauerhaft feuchten Bedingungen faulen können. Bei schweren Gartenböden kann die Zugabe von Sand oder feinem Kies die Wasserdurchlässigkeit verbessern.
Lila Krokusse pflanzen
Frühlingsblühende Krokusse werden am besten im Herbst gepflanzt. Ein geeigneter Zeitraum liegt etwa zwischen September und November, solange der Boden noch nicht gefroren ist.
Die Krokusknollen werden ungefähr 5 bis 10 Zentimeter tief in die Erde gesetzt. Besonders schön wirken lila Krokusse, wenn mehrere Exemplare in kleinen Gruppen zusammenstehen. Statt sie in geraden Reihen zu pflanzen, können die Knollen locker auf der gewünschten Fläche verteilt werden. Dadurch entsteht später ein natürlicheres Erscheinungsbild.
Lila Krokusse lassen sich hervorragend mit weißen, gelben oder rosafarbenen Sorten kombinieren. Auch Schneeglöckchen, Winterlinge und kleine Narzissen sind passende Begleiter.
Lila Krokusse im Rasen
Eine mit Krokussen übersäte Rasenfläche gehört zu den klassischen Bildern des frühen Frühlings. Für eine natürliche Wirkung werden die Knollen in unregelmäßigen Gruppen in die Grasnarbe gesetzt.
Nach der Blüte ist allerdings etwas Geduld erforderlich. Die Blätter sollten nicht unmittelbar abgeschnitten oder abgemäht werden. Über das grüne Laub sammelt die Pflanze Energie und lagert sie in ihrem unterirdischen Speicherorgan ein.
Erst wenn die Blätter gelb geworden und weitgehend eingezogen sind, sollte die entsprechende Rasenfläche gemäht werden.
Pflege von lila Krokussen
Krokusse sind ausgesprochen pflegeleicht. Haben sie einen geeigneten Standort gefunden, können sie viele Jahre im Boden bleiben.
Während längerer Trockenperioden im Frühjahr kann gelegentliches Gießen sinnvoll sein. Staunässe sollte jedoch unbedingt vermieden werden. Eine regelmäßige Düngung ist bei einem nährstoffreichen Gartenboden meist nicht erforderlich.
Besonders wichtig ist, das Laub nach der Blüte nicht zu früh zu entfernen. Erst nachdem es vollständig vergilbt ist, hat die Pflanze genügend Reserven für das folgende Jahr eingelagert.
Lila Krokusse im Topf und Balkonkasten
Wer keinen Garten besitzt, muss auf lila Krokusse nicht verzichten. Die kleinen Frühlingsblüher lassen sich problemlos in Töpfen, Kübeln und Balkonkästen kultivieren.
Die Knollen werden auch hier bereits im Herbst gepflanzt. Das Pflanzgefäß sollte über Abzugslöcher verfügen, damit überschüssiges Regen- und Gießwasser abfließen kann.
Sehr dekorativ wirken Kombinationen verschiedener Frühlingsblüher. Lila Krokusse können beispielsweise zusammen mit weißen Krokussen, kleinen Narzissen, Traubenhyazinthen oder Tulpen gepflanzt werden.
Sind lila Krokusse bienenfreundlich?
Früh blühende Krokusse können für Bienen und andere Insekten eine wichtige Nahrungsquelle darstellen. An milden und sonnigen Tagen sind bereits gegen Ende des Winters die ersten Insekten unterwegs.
Die geöffneten Krokusblüten bieten ihnen Pollen und je nach Art auch Nektar. Besonders größere Gruppen von Krokussen sind deshalb nicht nur optisch attraktiv, sondern können gleichzeitig zu einem abwechslungsreichen Nahrungsangebot im frühen Gartenjahr beitragen.
Lila Krokusse vermehren
Viele Krokusse vermehren sich über sogenannte Tochterknollen. Unter günstigen Bedingungen werden die Gruppen deshalb von Jahr zu Jahr größer. Einige Arten können sich zusätzlich über Samen ausbreiten.
Wer eine natürliche Vermehrung fördern möchte, sollte die Pflanzen möglichst ungestört wachsen lassen und das Laub erst entfernen, wenn es vollständig eingezogen ist.
Werden einzelne Gruppen nach einigen Jahren zu dicht, können die Knollen ausgegraben und vorsichtig voneinander getrennt werden. Anschließend lassen sie sich an anderen Stellen im Garten wieder einsetzen.
Wissenswertes über Krokusse
Krokusse werden umgangssprachlich häufig zu den Blumenzwiebeln gezählt. Botanisch handelt es sich bei ihren unterirdischen Speicherorganen jedoch um Knollen.
Die Gattung Crocus umfasst zahlreiche Arten, deren natürliche Verbreitungsgebiete sich über Teile Europas, Nordafrikas und Asiens erstrecken. Durch Züchtungen sind heute zahlreiche Gartensorten mit unterschiedlichen Farben und Blütengrößen erhältlich.
Ein besonders bekannter Vertreter der Gattung ist der Safrankrokus (Crocus sativus). Aus seinen roten Narben wird das wertvolle Gewürz Safran gewonnen. Anders als die typischen Frühlingskrokusse öffnet der Safrankrokus seine Blüten im Herbst.
Häufige Fragen zu lila Krokussen
Wann blühen lila Krokusse?
Die meisten Frühlingskrokusse blühen zwischen Februar und April. Der genaue Zeitpunkt hängt von der Art, der Sorte, dem Standort und der Witterung ab.
Wann sollte man lila Krokusse pflanzen?
Die Knollen der Frühlingskrokusse werden im Herbst gesetzt. September bis November eignet sich dafür besonders gut.
Wie tief werden Krokusse gepflanzt?
Krokusknollen werden in der Regel etwa 5 bis 10 Zentimeter tief in die Erde gesetzt.
Sind lila Krokusse winterhart?
Die üblichen Gartenkrokusse sind winterhart und können ganzjährig im Boden bleiben. Wichtig ist vor allem ein durchlässiger Standort ohne dauerhafte Staunässe.
Kann man lila Krokusse in den Rasen pflanzen?
Ja. Krokusse eignen sich sehr gut zur Verwilderung auf Rasenflächen. Nach der Blüte sollte mit dem Mähen gewartet werden, bis das Laub weitgehend vergilbt ist.
Vermehren sich Krokusse von selbst?
Viele Krokusse bilden Tochterknollen und entwickeln dadurch mit der Zeit größere Bestände. Einige Arten können sich zusätzlich über Samen verbreiten.
Sind lila und violette Krokusse dasselbe?
Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Begriffe häufig für dieselben Farbtöne verwendet. Botanisch beschreibt „lila“ jedoch keine bestimmte Krokusart. Es gibt zahlreiche Arten und Sorten mit hellvioletten, lilafarbenen, purpurfarbenen oder dunkelvioletten Blüten.
Fazit
Lila Krokusse bringen schon früh im Jahr kräftige Farben in den Garten. Die kleinen Frühlingsblüher eignen sich für Beete, Rasenflächen, Steingärten sowie Töpfe und Balkonkästen. Gleichzeitig benötigen sie nur wenig Pflege und können sich an geeigneten Standorten selbst vermehren. Werden verschiedene Krokussorten miteinander kombiniert, entstehen im Frühjahr attraktive Blütenteppiche in Lila, Violett, Weiß und Gelb.







